
In unseren Sägewerken wird für die Produktion von Buchenschnittholz ausschließlich Rundholz aus deutschen Wäldern eingesetzt. Seit über 200 Jahren wird in Deutschland die nachhaltige Nutzung der Wälder umgesetzt. Nachhaltigkeit wurde damals so definiert, dass nur soviel Holz entnommen wird, wie auch wieder nachwachsen kann. Dies sollte den nachkommenden Generationen die Versorgung mit dem Rohstoff Holz garantieren. Heute sichern die Waldgesetze die nachhaltige Nutzung aller Waldfunktionen ab. Daher wächst in Deutschland derzeit mehr Holz (Volumen) und Wald (Fläche) zu, wie im gleichen Zeitraum genutzt wird. Lesen Sie dazu auch Frage 2.
Aufgrund unserer modernen Sägetechnik können wir auch Buche-Stammholz mittlerer Qualitäten verarbeiten: Der selektive Einschnitt ermöglicht, im Gegensatz zur traditioneller Sägetechnik, auch aus solchen Stämmen eine hohe Ausbeute an guten Buchenschnittholz-Sortierungen. Dadurch bekommen unseren Rundholzlieferanten größere Freiheit im waldbaulichen Handeln und wir können die Transportentfernungen möglichst kurz halten.
Sind Ihre Produkte eigentlich zertifiziert (z.B. PEFC)?
Wir sind nach dem PEFC-Standard zertifiziert.
Das Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC
(= Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) basiert inhaltlich auf internationalen Beschlüssen, die auf den Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa (Helsinki 1993, Lissabon 1998) von 37 Nationen im Pan-Europäischen Prozess verabschiedet wurden.
Vorrangiges Ziel von PEFC ist die Dokumentation und Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Hinblick auf ökonomische, ökologische
sowie soziale Standards.
Nähere Informationen finden Sie unter www.pefc.de oder www.pefc.org.
Der spezielle Bandsägen-Einschnitt tangential um den Stamm herum bewirkt einen höheren Anteil liegender Jahrringe. Um besonders spannungsarmes Buchenschnittholz mit gutem Stehvermögen zu erzeugen, setzen wir modernste Trocknungstechnik ein:
In über 100 Kammern kommen nur Bretter mit jeweils gleicher Stärke – maschinell abgestapelt in einheitlichen Trocknungspaketen. Da keine unbesäumten Bretter in den Kammer sind, gibt es keine Düseneffekte: Der Heißluftstrom fließt gleichmäßig durch die einzelnen Lagen der Trocknungspakete.
Eine Spezialität ist die Untertrocknung mit der anschließenden Konditionierung. Dadurch erhalten die Bretter über den gesamten Brettquerschnitt eine homogene Holzfeuchte – der Grund für die Spannungsarmut des Pollmeier-Buchenschnittholzes.
Viele traditionell orientierte Verarbeiter fürchten, dass aufgrund liegender Jahrringe das Holz nach der Verarbeitung arbeitet. Diesen Nachteil ungleichmäßig getrockneten Buchenschnittholzes können wir aufgrund unserer sorgfältigen Konditionierung ausschließen.
Hier können wir Sie guten Gewissens beruhigen: Unsere eigens entwickelte Zylinderschleifanlage ist eine Besonderheit in der Pollmeier-Produktionskette.
Eine nachgeschaltete Absaugung verhindert, dass Schleifrückstände
auf den Brettern verbleiben.
Die einfachste und beste Referenz sind zufriedene Kunden: Selbst Verarbeiter,
die größere Mengen Pollmeier-Buchenschnittholz verarbeiten, vermelden keine
Beeinträchtigung der Standzeiten ihrer Werkzeuge.
Übrigens können wir das auch wissenschaftlich belegen: Ein unabhängiges Gutachten der Universität Hamburg schließt eindeutig Schleifbandrückstände
auf den Brettern aus.
Sie kennen sicherlich dieses Problem: Bei traditionellem Buchenschnittholz entdecken Sie versteckte Fehler im Holz erst nach dem Hobeln. Dann also, wenn Sie schon wertvolle Arbeitszeit investiert haben und es eigentlich schon zu spät ist.
Die sägerauhe Holzoberfläche macht ein sicheres Ansprechen bestimmter Fehler wie z.B. Dämpflecken, Einläufe oder Mineralflecken nahezu unmöglich.
Bei Pollmeier dagegen wird das Holz vorgeschliffen. So bekommen wir im wahrsten Sinne des Wortes »tiefe Einblicke« in unser Buchenschnittholz und können eine präzise Qualitätssortierung vornehmen. Sie profitieren von unserem Vorschliff, da Sie Holzfehler bereits vor der Verarbeitung erkennen und so berücksichtigen können. Das erspart Ihnen nicht nur Ausschuss und Reklamationen, sondern auch Kosten und Zeit.
Die KD-Maße entsprechen den Standard-Einschnittstärken, die Sie von Ihrem bisherigen Zulieferern gewohnt sind. Bedenken Sie jedoch: Herkömmliches Buchenschnittholz muss zunächst abgerichtet werden – die anfallenden Späne kommen als Abfall in Ihren Spänebunker. Der Arbeitsschritt „Abrichten“ ist unumgänglich.
Bei Pollmeier werden das Buchenschnittholz durch den Vorschliff kalibriert, also „industriell abgerichtet“. Wir erledigen diesen Arbeitsschritt aufgrund unserer vollautomatisierten Massenproduktion deutlich kostengünstiger. Sie sparen dadurch wertvolle Arbeitszeit. Wir berechnen lediglich den Materialverlust an Sie weiter. Die gelieferte Brettstärke ist aber dann maßhaltig und kann voll genutzt werden.
Ein Beispiel: Um eine Stufenplatte mit einer Fertigstärke von 42mm zu produzieren, muss ein Treppenbauer Stammware mit einem Berechnungsmaß von bis zu 55mm einsetzen. Bei Pollmeier-Buchenschnittholz liegt das Berechnungsmaß zwar bei 52mm – die gelieferten 48,5mm Stärke (nach Vorschliff) sind aber aufgrund der Kalibrierung vollständig nutzbar. Daraus lassen sich Fertigstärken von bis zu 45mm erzeugen.
Der Vorschliff ist zudem die Grundvoraussetzung für unsere präzise Sortierung:
Nur so lassen sich Holzfehler und Farbe exakt ansprechen.
Wird jedes Brett einzeln vermessen?
Um genauer und effizienter zu sein, werden bei uns die Bretter nicht einzeln vermessen, sondern über das Gesamtgewicht des Pakets auf das Volumen in m³ umgerechnet. Die Umrechnungsformel berücksichtigt das spezifische Holzgewicht des Buchenschnittholzes bei einer Holzfeuchte von 7-9%.
Zusätzlich wird durch einen Reduktionsfaktor das errechnete Volumen um das Längenübermaß reduziert. Sie bekommen so zu Ihrer Sicherheit tatsächlich immer geringfügig mehr Holz geliefert, als wir Ihnen berechnen.
Wo kann ich Ihr Buchenschnittholz beziehen? Wie hoch ist die Mindestabnahmemenge?
Sie können nahezu weltweit Pollmeier-Buchenschnittholz über den Großhandel beziehen. Schnell und flexibel vom Lager einkaufen ist auch schon in kleinen Mengen möglich: So finden Sie Ihren lagerführenden Pollmeier-Händler. Ab einem bestimmten Auftragsvolumen sind auch Direktbelieferungen möglich.
Die Mindestabnahmemenge unterscheidet sich je nach Land, in das geliefert werden soll. Nähere Auskunft dazu erhalten Sie von unseren Vertriebsmitarbeitern.
Kann ich auch andere Holzarten in der bekannten Pollmeier-Qualität bekommen?
Derzeit schneiden wir hauptsächlich Buche ein. Die Konzentration auf nur eine Holzart hat uns in kürzester Zeit zum Marktführer gemacht. Sie profitieren von unserem umfangreichen Know-how, das wir mit Buchenschnittholz im Laufe der Zeit gesammelt haben. Aktuell befinden sich weitere Holzarten in der Produktentwicklung. Grundsätzlich aber gilt: Die Reduzierung auf wenige standardisierte Produkte ermöglicht eine effiziente Industrieproduktion:
Gutes Holz zu günstigen Preisen!
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