Experiment Studentendorf

Das Projekt E³ – Experiment - Erlebnis - Evaluierung wurde 2013 aufgelegt, um das experimentelle Bauen und Forschen an der Bauhaus-Universität Weimar zu fördern. Ziel war es, schrittweise Raummodule für den Campus selbst zu entwerfen, zu planen und zu bauen. Dazu haben sich verschiedene Beteiligte aus dem universitären Kontext mit der Bauindustrie zusammengetan.

Experiment Studentendorf im Überblick

Planung: Bauhaus University Weimar / Professors of Living Environment Design (Prof. Dipl.-Ing. José Mario Gutierrez Marquez; Dr.-Ing. Till Boettger; Dipl.-Ing. Katharina Bonhag-De Rosa), Professors of Building Design (Prof. Mag. Arch. Michael Loudon; Dipl.-Ing. Marie-Theres Weiss; Dipl.-Ing. Christian Talg), Institute of Materials Research and Testing at Bauhaus University Weimar (Prof. Dr.-Ing. habil. Carsten Könke; Dipl.-Ing. Christoph von Gynz-Rekowski), Professor of Building Physics (Prof. Dr.-Ing. Stefan Helbig), ifb frohloff staffa kühl ecker, Dipl.-Ing. Henning Ecker, ARKUS Bauunternehmen, WBB AG, Pollmeier Massivholz GmbH & Co.KG, SPAX International GmbH & Co. KG, Paul Bauder GmbH & Co.KG, Maxit Baustoffwerke GmbH, MORIO & Co. GmbH, Heidelberger Zement, CFF GmbH & Co. KG, Freese Fussbodentechnik GmbH
Material: BauBuche Träger GL 70

 

Experiment
Das Projekt soll als experimentelles Studentendorf in Zusammenarbeit mit dem bauhaus.ifex und der MFPA Weimar schrittweise weiterentwickelt werden. Hierbei setzen sich die Studenten vor allem mit der Nachhaltigkeit und Konstruktion verschiedener Baustoffe auseinander. Die MFPA Weimar wird für das Projekt gezielt innovative und nachhaltige Leichtbaustoffsysteme entwickeln und erproben.


Erlebnis
In den entstehenden Raummodulen werden Architekturstudenten arbeiten und die Auswirkungen der verschiedenen Baustoffe auf die Raumatmosphäre direkt subjektiv erleben können. Durch die Mitarbeit beim Planungs- und Entwurfsprozess können Studenten ihren Arbeitsplatz selber mitgestalten und anschließend studentisch selbstverwalten.


Evaluierung
Die Module werden aus verschiedenen Systemen gefertigt, aber so aufgebaut sein, dass eine Vergleichbarkeit gewährleistet ist. Es soll eine Studie entstehen, die die Materialien und Fertigungsweise von der Herkunft bis zum Einsatz im System auf der Baustelle untersucht und festhält. Die wissenschaftliche Auswertung von subjektiven und objektiven Langzeitdaten ermöglicht eine völlig neue benutzerbezogene Raumbewertung.

 

Für das erste Raummodul wurden in Zusammenarbeit mit der MFPA Weimar großformatige „CemCel“-Steine entwickelt, mit denen ein monolithischer Wandaufbau bei Erreichen des Passivhausstandards getestet wird. Da es sich um ein Baumaterial in der Entwicklungsphase handelt, das noch nicht zertifiziert ist, wurde mit einem Traggerüst aus „BauBuche“ gearbeitet. Dieses innere tragende System aus BauBuche wird selbst zum Experiment und bestimmt die Atmosphäre des Innenraumes. Der Baustoff CemCel dämmt und bildet den äußeren Raumabschluss.
 
Kontakt
Dr.-Ing. Till Boettger
till.boettger@uni-weimar.de

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Referenzen