Schule setzt auf robusten Holzboden aus BauBuche

Die Marktgemeinde Hard in Österreich hat seit 2018 eine neue Schule. Sie wartet mit einem großen Anteil an BauBuche-Oberflächen im Innern auf. Das gesamte Haus erhielt mit wenigen Ausnahmen BauBuche als Bodenbelag, ergänzt durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion, ebenfalls aus BauBuche. Nutzer und Besucher sind nicht nur vom einheitlichen Erscheinungsbild begeistert, sondern auch von der Strapazierfähigkeit des Bodens.

Schule im Detail

Bauherr

Marktgemeinde Hard

Bauort

Hard, AT

Architekt

Baumschlager Hutter Partners, Dornbirn AT

Grundfläche

12.037 m²
Fertigstellung August 2018
Bodenleger Rene Bechtold GmbH, Weiler AT
Baukosten 42,5 Mio. Euro (Brutto)
Foto Albrecht Imanuel Schnabel

Der dreigeschossige Schulneubau der Architekten Baumschlager Hutter Partners aus Dornbirn (Österreich) ging 2014 als Siegerprojekt eines offenen Architekturwettbewerbs hervor. Das im August 2018 fertiggestellte Gebäude beherbergt zwei Schulen, eine Grund- und eine Mittelschule. Diese galt es unter einem Dach zu vereinen. Ziel war zudem, einen klassenübergreifenden Unterricht in Anlehnung an das pädagogische Konzept der „Gesamtschule von Montessori“ durchzuführen.

Der Ansatz spiegelt sich in der Grundrissform wider: Hier haben die Architekten drei Klassenräume vorgesehen, die sich um eine gemeinsame Lernlandschaft herum orientieren, plus zwei Gruppenräume, ein Lehrerzimmer und einen Teeküchenbereich. Ein solches „Cluster“ kommt jeweils in einem Gebäudefinger unter, den die Architekten drei Mal je Geschoss wiederholen, nämlich in den Querriegeln A, B und C bzw. neun Mal im gesamten Gebäude. Riegel D beherbergt schließlich das Schulrestaurant, eine Aula sowie Verwaltung und Lehrerbereich. Daraus ergab sich die kammartige Struktur des Hauptgebäudes.

Errichtet wurde es als Stahlbeton-Skelettbau mit Betonkernen. Die Ausfachungen der transparenten Gebäudehülle bilden Pfosten-Riegel-Konstruktionen, die als konsequente Weiterführung des Bodenmaterials ebenfalls in BauBuche ausgeführt worden sind.

Boden

Robuster Holzboden erfüllt Brandschutzanforderung

Für den Bodenbelag, der auf jeden Fall aus Holz sein sollte, schrieb das Brandschutzkonzept Laubholz mit mindestens 2 cm Stärke vor. Bei ihrer Recherche stießen die Architekten auf BauBuche. Aufgrund der hohen Festigkeit bzw. der Härte des Holzes (Brinellhärte HB = 38,2 N/mm²) erfüllt es die geforderten Kriterien und wurde auf allen Stockwerken in den Klassenräumen, den Gängen sowie auf den Treppenläufen verlegt.

Als klassische Laubholzarten wären auch Esche und Eiche in Frage gekommen. Den Architekten gefiel aber besonders die Struktur des BauBuche-Belags, verbunden mit seiner Robustheit, weshalb sie diese Wahl trafen.

 

Einfluss von Feuchtigkeit durch Dehnfugen auffangen

Bei der Detailplanung des Bodenbelags war es vor allem wichtig, Quellen und Schwinden der feuchteempfindlichen BauBuche zu berücksichtigen. Die Architekten sahen entsprechende Dehnfugen mit eingelegten Korkstreifen vor, um Schwind- und Quellbewegungen aufzufangen.

Hier galt es die richtige Anzahl an Fugen vorzusehen, nach dem Motto „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Denn einerseits wollte man optisch eine möglichst störungsfreie Fläche, andererseits galt es unplanmäßige Bewegungen des Belags zu vermeiden, die zu Rissen oder Aufwallungen führen könnten. Hier hatten die Architekten von Anfang an auch den Bodenleger einbezogen, um einen optimalen Nenner zu finden.

 

 

Boden-Unterkonstruktion wie in Altbauten

Als Untergrund für den 2 cm dicken Belag griffen die Planer auf eine bewährte Unterkonstruktion aus Polsterhölzern zurück wie man sie auch häufig in Altbauten findet, damit der Holzboden „arbeiten“ kann. Die 2,2 m langen und 11,2 cm breiten BauBuche-Latten sind entsprechend auf den Hölzern vernagelt. Den Unterschied zu auf Estrich verklebten Böden merkt man an der dezenten Nachgiebigkeit und damit am Gehkomfort. Das Laufen auf einem solchen Boden ist nicht nur weicher und angenehmer, die Wahl dieser Unterkonstruktion entspricht im Falle von BauBuche vor allem auch einer materialgerechten Verarbeitung – beides gute Gründe, weshalb die Architekten sich dafür entschieden haben.

 

Der Boden ist sehr robust und schmutzunempfindlich. Daher haben die Architekten den BauBuche-Belag überall außer in den Toiletten-Räumen und im Küchenbereich verlegt. Zum Schluss erhielt der Holzboden noch eine Oberflächenbehandlung mit einer 2-komponentigen Ölung.

 

Wirtschaftlich und ökologisch konkurrenzfähig

Die Bodenbelagsarbeiten waren offen im Bestbieterverfahren ausgeschrieben und der Belag selbst als Leitprodukt beschrieben worden. Als kostengünstigstes Produkt erhielt BauBuche den Zuschlag.

Die Gemeinde erhielt zudem Förderungen von Bund und Land, die an den kommunalen Gebäudeausweis (KGA) gekoppelt sind, der die ökologischen Anforderungen an die zu verbauenden Produkte beschreibt. Sie stellen die Grundlage für die Förderung dar. In diesem Zusammenhang mussten alle Materialien vorab geprüft und in der Ausschreibung entsprechend deklariert werden, um im Gebäude verbaut werden zu dürfen. Auch die Lieferanten hatten den Nachweis für ihre Produkte zu erbringen, dass sie eine Zertifizierung haben und die Vorgaben erfüllen. Das schloss auch die Verpackung der Produkte mit ein.

 

Die Resonanz der Nutzer ist enorm positiv

„Insgesamt hat sich der großflächige Einsatz der BauBuche als Bodenbelag in der gesamten Schule und als optische Fortsetzung der Pfosten-Riegel-Fassade allemal gelohnt“, sagt Architekt Ralf Bernhardt und ergänzt: „Das homogene, einheitliche Erscheinungsbild durch die BauBuche-Oberflächen schafft den gewünschten ruhigen Gesamteindruck im Gebäude.“

Es war eine bewusste gestalterische Entscheidung der Architekten, einen neutralen Rahmen zu gestalten; das Bunte kommt durch die Schüler ganz von alleine hinein.

- Text by Susanne Jacob-Freitag -

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