Holz

Was hat Holznutzung mit Klimaschutz zu tun? Viel.

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Holz: die Ökobilanz eines Rohstoffs – Kohlenstoffspeicherung im Wachstum.

Jeder Baum des Waldes produziert im Laufe seines Lebens Holz. Dazu benötigt er neben Sonnenlicht und den im Wasser gelösten Nährstoffen des Bodens vor allem Kohlendioxid (CO2) – ein Treibhausgas, das maßgeblich zum Klimawandel beiträgt. Durch ihr Wachstum entziehen Bäume der Atmosphäre große Mengen CO2 und speichern den enthaltenen Kohlenstoff im Holz. Dabei wird der für Mensch und Tier lebenswichtige Sauerstoff freigesetzt.

Bei der Holznutzung aus nachhaltiger Forstwirtschaft, wie sie in Deutschland im Bundeswaldgesetz verbindlich vorgeschrieben ist, bleibt der gebundene Kohlenstoff über die gesamte Nutzungsdauer des Holzprodukts gespeichert, während auf derselben Waldfläche neues Holz nachwächst. Am Ende der Nutzungsdauer wird der gespeicherte Kohlenstoff bei energetischer Verwertung oder natürlichem Abbau wieder freigesetzt.

Passiver Klimaschutz durch Energieeinsparungen

Bei der Herstellung von Holzprodukten als Bau- und Werkstoffe wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt und damit bedeutend weniger CO2 freigesetzt als das bei Stahl, Aluminium, Beton oder Kunststoffen der Fall ist. Neben seiner „aktiven“ Eigenschaft als CO 2-Speicher, ist Holz damit auch als „passiver Klimaschützer“ durch Energieeinsparung seinen Konkurrenten ökologisch weit überlegen.

Holz kennt kein Recyclingproblem

Selbst das beste Produkt erreicht einmal das Ende seiner Lebensdauer. Unbehandeltes Holz kann dann, sofern rechtlich und technisch zulässig, energetisch verwertet werden – dabei wird der im Holz gespeicherte Kohlenstoff wieder freigesetzt. Als nachwachsender Rohstoff unterscheidet sich Holz darin von nicht erneuerbaren Materialien.

Holz - ein alltäglicher Begleiter!

Die menschliche Kulturgeschichte ist untrennbar mit der vielfältigen Nutzung von Holz verbunden. Auch heutzutage ist Holz in seiner Vielfältigkeit unübertroffen, und bleibt ein allgegenwärtiger Begleiter unseres Alltages. Neben „klassischen“ Anwendungsgebieten, als Roh- und Werkstoff im Bauwesen oder Handwerk, leistet Holz seinen Beitrag im Bootsbau, in der Holzwerkstoffindustrie, in der Spielzeug- und Sportgeräteherstellung und als Klangholz im Instrumentenbau. Genau so wenig wie das moderne Transportwesen im Containerzeitalter auf Paletten, Kisten und Verpackungen aus Holz verzichten kann, ist die Herstellung von Weinen, Sherrys und Whiskys ohne das klassische Holzfass nicht denkbar. Aber auch viele ganz alltägliche Produkte, wie Papier, Papiertaschentücher, Pappkartons und Kleidung aus Viskose finden ihren Ursprung in einem der vielseitigsten Rohstoffe unserer Zeit. Holz ist ein nachhaltiger, innovativer und ökologischer Rohstoff, ein wahres „Multitalent“!

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